Und ja … wie so oft meldet sich dabei auch ein kleines schlechtes Gewissen. Eigentlich nimmt man sich immer wieder vor, regelmäßig Neuigkeiten zu teilen, Bilder hochzuladen und von den kleinen und großen Momenten rund um unsere Hunde zu berichten. Am Ende vergeht die Zeit dann aber doch schneller, als man denkt.

Ganz so schlimm ist es diesmal vielleicht auch gar nicht. Denn die Wahrheit ist: Über weite Strecken gab es einfach nicht besonders viel zu erzählen. Unser Alltag mit den Hunden lief ruhig und angenehm, und manchmal ist genau das vielleicht die beste Nachricht überhaupt.

In den vergangenen Monaten haben sich allerdings einige ganz besondere Ereignisse angesammelt – und spätestens nach dem letzten Wochenende wurde es höchste Zeit, einmal ausführlicher zurückzublicken.

Ein erfolgreicher Ausflug nach Frankreich

Bereits zur Mitte des Jahres führte uns unsere Reise nach Frankreich zu einer AKIHO-Ausstellung.

Für uns sind diese Ausstellungen immer etwas Besonderes. Nicht nur wegen der Platzierungen, sondern vor allem deshalb, weil sie eine ganz eigene Atmosphäre besitzen und einen direkten Blick auf den japanischen Standard des Akita ermöglichen.

Mit dabei waren Jintarou und Goroumaru – und beide Jungs konnten sich hervorragend präsentieren.

Am Ende erreichten sowohl Jintarou als auch Goroumaru jeweils den zweiten Platz in ihren Klassen.

Zwei zweite Plätze auf einer AKIHO-Ausstellung … damit konnten wir mehr als zufrieden sein.

Vor allem aber war es wieder einer dieser Trips, bei denen am Ende nicht nur das Ergebnis hängen bleibt. Die gemeinsame Reise, viele Gespräche mit Freunden und anderen Akita-Enthusiasten und natürlich die Möglichkeit, zahlreiche wunderschöne Hunde zu sehen, haben dieses Wochenende für uns zu einem rundum gelungenen Erlebnis gemacht.

Ein wahnsinnig erfolgreicher Trip, an den wir sehr gerne zurückdenken.

Goroumaru in Frankreich
Jintarou in Frankreich

Das erste AKIHO Shinbokuten in Deutschland

Ein ganz besonderer Meilenstein folgte wenig später.

Mit dem ersten Shinbokuten des AKIHO Central Europe in Deutschland fand ein Event statt, auf das sich viele Freunde des japanischen Akita schon lange gefreut hatten.

Natürlich waren auch wir wieder mit dabei.

Und was sollen wir sagen? … … Die Jungs haben abgeliefert.

Jintarou konnte sich in der stark besetzten SEIKEN A Klasse den zweiten Platz sichern und wurde darüber hinaus mit TOKUYUU ausgezeichnet.

Ein Ergebnis, über das wir uns unglaublich gefreut haben.

Gerade bei AKIHO-Ausstellungen bedeutet eine solche Auszeichnung für uns sehr viel. Hier geht es nicht nur darum, einen Hund möglichst spektakulär zu präsentieren. Bewertet wird der Akita mit einem sehr besonderen Blick auf Typ, Ausdruck, Balance, Charakter und all jene Eigenschaften, die diese Rasse in ihrem Ursprungsland Japan prägen.

Auch Goroumaru zeigte sich großartig und konnte die SEIKEN B Klasse gewinnen.

Ein weiterer riesiger Erfolg für diesen jungen Rüden, dessen Entwicklung wir mit unglaublich viel Freude verfolgen.

Und trotzdem gab es an diesem Tag noch einen Moment, über den wir uns mindestens genauso sehr gefreut haben.

Von unserem zweiten Platz in der SEIKEN A Klasse aus konnten Jin und ich mit einem breiten Lächeln in Richtung Platz eins schauen.

Dort stand Musa No Musuko Go Hajimari.

Nach längerer Abstinenz zeigte er sich wieder im Ring … und wie.

In absoluter Topform präsentierte er sich von seiner besten Seite und lieferte eine Vorstellung ab, bei der es einfach Spaß machte zuzusehen.

Solche Momente zeigen vielleicht ganz gut, warum Hundeshows für uns weit mehr sind als nur Platzierungen.

Natürlich möchte jeder mit seinem eigenen Hund möglichst gut abschneiden. Aber genauso schön ist es, sich ehrlich über die Erfolge von Freunden und Hunden zu freuen, die man schon lange kennt und deren Entwicklung man verfolgt hat.

Und genau so war dieser Moment.

Goroumaru placed 1st by honorable judge Mr Peter van der Lugt
Jintarou 2nd place included Tokuyuu in Seiken A behind a wonderful Musa No Musuko Go Hajimari with owner Julia

World Japanese Dog Show 2026 in Deutschland

Am vergangenen Wochenende stand dann schließlich eines der größten Ereignisse des Jahres an.

Alle zwei Jahre findet die World Japanese Dog Show der WUAC (World Union of Akita Clubs) statt.

Das dieses internationale Event 2026 in Deutschland ausgetragen wurde, machte die Veranstaltung für uns natürlich noch einmal besonders.

Hunde, Züchter und Akita-Enthusiasten aus vielen verschiedenen Ländern kamen zusammen, und entsprechend hochkarätig waren auch die Klassen besetzt.

Für uns gingen erneut Jintarou und Goroumaru an den Start.

Und wieder einmal konnten beide Jungs zwischen all den starken Konkurrenten auf sich aufmerksam machen.

Goroumaru … Platz 4

Goroumaru startete in einer hervorragend besetzten Klasse und konnte sich am Ende auf dem vierten Platz positionieren.

Bei einer World Japanese Dog Show ist bereits das Erreichen der vorderen Platzierungen etwas ganz Besonderes.

Entsprechend stolz sind wir auf ihn.

Gorou entwickelt sich immer weiter zu einem beeindruckenden Rüden und zeigt uns bei jeder Ausstellung aufs Neue, wie viel Potenzial in ihm steckt.

Dass er sich auf einer Veranstaltung dieses Formats unter den besten Hunden seiner Klasse platzieren konnte, bedeutet uns daher sehr viel.

Jintarou … Vize World Winner der Championrüden

Und dann war da natürlich noch Jin.

Jintarou hat in den vergangenen Jahren bereits viele wundervolle Momente mit uns erlebt und uns mehr als einmal stolz gemacht.

Doch dieses Wochenende war noch einmal etwas Besonderes.

In der Championklasse der Rüden standen zahlreiche erstklassige Hunde im Ring.

Entsprechend groß war die Konkurrenz.

Unter den Augen des ehrenwerten japanischen Richters und Rasseexperten Mr. Kosuke Kawakita konnte Jintarou überzeugen und wurde schließlich zum Vizesieger der Championrüden gewählt.

Für uns ein unglaublich emotionaler Moment.

Jin platzierte sich direkt hinter dem beeindruckenden Wakahiryuu Go Fuen No Oka einem Rüden, den wir selbst mit großer Begeisterung betrachtet haben. Manchmal kann man einen zweiten Platz kaum schöner beschreiben als mit dem Hund, hinter dem man ihn erreicht hat. Und genau so fühlte es sich in diesem Moment an.

Jintarou hat sich hervorragend präsentiert und auf diesem Niveau eine Platzierung zu erreichen, erfüllt uns mit unglaublich viel Stolz.

Stolz … nicht nur auf die Platzierungen

Bei all den Schleifen, Platzierungen und Erfolgen gab es an diesem Wochenende aber etwas, das uns mindestens genauso wichtig war.

Das Verhalten unserer Jungs.

Die Rüdenringe der offenen Klasse und der Championklasse waren voll. Viele Rüden, viel Spannung, wenig Platz und natürlich eine entsprechend aufgeheizte Atmosphäre. Wer Akita kennt, weiß, dass gerade solche Situationen durchaus anspruchsvoll sein können. Umso stolzer waren wir darauf, wie souverän sich Jintarou und Goroumaru gezeigt haben. Beide Jungs blieben ruhig, kontrolliert und absolut bei ihren Menschen. Sie haben sich weder von der Lautstärke noch von der Stimmung oder den vielen anderen Rüden beeindrucken lassen. Und genau solche Momente bedeuten uns enorm viel. Eine Platzierung ist wunderschön. Aber einen charakterstarken, souveränen und kontrollierbaren Akita neben sich zu haben, ist am Ende vielleicht der Erfolg, der im Alltag am meisten zählt.

Eine große Veranstaltung mit vielen Herausforderungen

Eine Veranstaltung dieser Größenordnung auf die Beine zu stellen, ist sicherlich alles andere als einfach. Viele Hunde, internationale Aussteller, verschiedene Klassen, Zeitpläne, Richter und ein entsprechend großer organisatorischer Aufwand müssen miteinander koordiniert werden. Soweit wir es aus unserer Perspektive beurteilen können, hat vieles davon sehr gut funktioniert. Natürlich gab es auch einige Momente am Rande der Veranstaltung, die weniger schön waren und die eine solche Veranstaltung nicht überschatten sollten. Nicht alle Situationen werden von den verantwortlichen Stellen unmittelbar wahrgenommen – gerade bei einem Event dieser Größe. Wir gehen aber davon aus, dass entsprechende Vorkommnisse dort, wo es notwendig ist, im Nachgang sachlich aufgearbeitet werden und die Verantwortlichen mit der gleichen Konsequenz und dem gleichen Engagement handeln werden, das auch für die Organisation eines solchen Events erforderlich ist.

Denn am Ende sollte bei Veranstaltungen wie dieser eines immer im Mittelpunkt stehen:

die Hunde und die gemeinsame Leidenschaft für den Akita.

Was bleibt?

Wenn wir auf die vergangenen Monate zurückblicken, können wir eigentlich nur unglaublich dankbar sein.

AKIHO Frankreich … Das erste AKIHO Shinbokuten in Deutschland … Die World Japanese Dog Show … Und mittendrin immer wieder unsere Jungs.

Jintarou.

Goroumaru.

Zwei völlig unterschiedliche Hunde, die uns auf ihre ganz eigene Art unglaublich stolz machen. Natürlich freuen wir uns über jeden Pokal, jede Schleife und jede Platzierung. Doch irgendwann verschwinden Pokale in Regalen und Schleifen in Kisten. Was bleibt, sind die Erinnerungen.

Die langen Autofahrten.

Die viel zu frühen Morgenstunden vor einer Ausstellung.

Das Warten am Ring.

Die Nervosität kurz vor dem Aufruf.

Der kurze Blick zum eigenen Hund.

Und dieses Gefühl, wenn man merkt:

Wir zwei machen das jetzt zusammen.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum wir nach all den Jahren noch immer mit so viel Begeisterung dabei sind. Nach diesem Sommer können wir definitiv sagen:

Die Jungs haben uns wieder einmal mehr als stolz gemacht.

Danke, Jin.
Danke, Gorou.

Und danke an all die Menschen, Freunde und Wegbegleiter, mit denen wir diese besonderen Momente teilen durften. Wir freuen uns darauf, zu sehen, was die nächsten Monate bringen. Und vielleicht schaffen wir es diesmal sogar, nicht wieder so lange bis zum nächsten Beitrag zu warten. 😉